Ein Sechstel mehr Anerkennungen

01.10.2018

In Deutschland werden immer mehr ausländische Abschlüsse anerkannt. 2017 stieg die Zahl der als gleichwertig anerkannten Qualifikationen auf bundesweit 21.800. Das waren knapp 14 Prozent mehr Anerkennungen als im Vorjahr (19.200). 13.600 Anträge wurden 2017 als vollständig, 8.200 Anträge als eingeschränkt gleichwertig beschieden. Das meldet das Statistische Bundesamt.  

Insgesamt bearbeiteten die für die Anerkennung zuständigen Stellen während des Jahres 2017 rund 31.100 Anerkennungsverfahren, darunter 25.000 Neuanträge. 2016 waren es nur 27.300 Anträge. Zu 8.000 der laufenden Anträge war bis Ende 2017 noch keine Entscheidung gefallen.

Während die Anerkennungsverfahren von in der Europäischen Union erworbenen Abschlüssen gegenüber dem Vorjahr um elf Prozent gesunken sind, erhöhten sich die Verfahren für Berufsabschlüsse aus dem übrigen europäischen Ausland und dem außereuropäischen Ausland jeweils um etwa ein Drittel. Damit teilte sich 2017 die Anzahl der Anerkennungsverfahren in etwa gleichmäßig auf

Abschlüsse aus den drei Regionen auf. Am häufigsten wurden Anträge von Personen bearbeitet, die ihre Ausbildung in Syrien (3.600) abgeschlossen haben. Ihre Zahl hat gegenüber dem Vorjahr um 80 Prozent zugenommen. Dahinter folgen Anerkennungsverfahren zu Abschlüssen aus Bosnien-Herzegowina (3.100, +41 Prozent) und Serbien (2.400, +56 Prozent).

 Die mit großem Abstand meisten Anerkennungsverfahren betrafen wie in den Vorjahren medizinische Gesundheitsberufe. Aus dieser Berufsgruppe stammten allein 23.500 der im Jahr 2017 bearbeiteten Verfahren. Darunter bezogen sich 10.700 Anerkennungsverfahren auf Gesundheits- und Krankenpflegerinnen beziehungsweise -pfleger, 8.000 auf Ärzt_innen und 1.100 auf Physiotherapeut_innen. 

Dieser Beitrag wurde der Publikation "Forum Migration Oktober 2018" entnommen.