Ausländische Berufsabschlüsse: 15 Prozent mehr Anerkennungen

01.11.2017

2016 wurden bundesweit 19.179 im Ausland erworbene berufliche Abschlüsse als vollständig oder eingeschränkt gleichwertig zu einer in Deutschland erworbenen Qualifikation anerkannt – 15,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Das gab das Statistische Bundesamt bekannt.  

Dabei wurden 2016 über 13.000 Anträge als vollständig und gut 6.000 Anträge als eingeschränkt gleichwertig beschieden. Abgelehnt wurden lediglich 669 Anträge. Insgesamt bearbeiteten während des Jahres 2016 die zuständigen Stellen über 27.000 Verfahren, darunter etwa 23.000 Neuanträge. Das war etwa ein Fünftel mehr als im Jahr 2015. Etwa 6.500 laufende Anträge waren Ende 2016 noch offen. Die mit großem Abstand meisten Anerkennungsverfahren betrafen wie in den Vorjahren medizinische Gesundheitsberufe. Aus dieser Berufsgruppe stammten allein 19.869 der im Jahr 2016 bearbeiteten Verfahren. Darunter waren etwa 8.000 Gesundheits- und Krankenpfleger_innen, rund 7.500 Ärzt_innen und etwa 1.000 Physiotherapeut_ innen. Etwa 12.000 Anträge bezogen sich auf Abschlüsse, die innerhalb der EU erworben wurden. Rund 7.500 Anträge stammten aus dem außereuropäischen Ausland. Am häufigsten wurden im Jahr 2016 Anträge von Personen bearbeitet, die ihre Ausbildung in Rumänien (2.262), Polen (2.259), Bosnien-Herzegowina (2.217) und Syrien (1.989) abgeschlossen haben.

„Das Anerkennungsgesetz wirkt”, sagte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka. Der kontinuierliche Zuwachs von Anträgen von Menschen aus Ländern außerhalb der EU zeige, dass das Gesetz ein wichtiger Hebel für die notwendige Zuwanderung und Integration qualifizierter Fachkräfte sei.

http://bit.ly/2xaK03L

Dieser Beitrag wurde der Publikation "Forum Migration November 2017" entnommen.