Rekord: 18,6 Millionen Zugewanderte

01.09.2017

Die Bevölkerung mit ausländischen Wurzeln hat 2016 einen neuen Höchststand erreicht. Insgesamt waren etwa 18,6 Mio. Menschen entweder selbst nach Deutschland eingewandert oder Kind mindestens eines eingewanderten Elternteils. Die Ursache für den starken Anstieg um 8,5 % gegenüber 2015 ist die hohe Zahl von Geflüchteten in den Jahren 2015 und 2016, so das Statistische Bundesamt.

Etwas mehr als die Hälfte der Bevölkerung mit Migrationshintergrund besitzen dabei die deutsche Staatsangehörigkeit (52 %), die meisten von ihnen schon seit ihrer Geburt. Rund 8,9 Mio. Ausländer_innen leben demzufolge in Deutschland. Grundlage der Erhebung ist der Mikrozensus, eine jährliche, repräsentative und stichprobenartige Befragung der Haushalte. Das Ausländerzentralregister (AZR) geht hingegen davon aus, dass mehr als zehn Millionen Menschen ohne deutschen Pass in der Bundesrepublik wohnen. Grund für die höhere Zahl ist, dass sich viele Rückkehrer nicht abmelden, wenn sie Deutschland wieder verlassen.

Die Türkei ist noch immer mit Abstand das größte Herkunftsland und Europa die wichtigste Region. Inzwischen haben aber auch 2,3 Mio. Menschen in Deutschland Wurzeln im Nahen und Mittleren Osten. Das sind fast 51 % mehr als fünf Jahre zuvor. Die Zahl der Menschen afrikanischer Herkunft wuchs im gleichen Zeitraum um 46 % auf etwa 740.000 Menschen. Die meisten Menschen mit Migrationshintergrund leben im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen (fast 4,9 Mio.), gefolgt von Baden-Württemberg (fast 3,3 Mio.). Am wenigsten Menschen mit ausländischen Wurzeln finden sich in Mecklenburg-Vorpommern (102.000), Thüringen (131.000) und Sachsen- Anhalt (140.000).

Information des Statistischen Bundesamtes: http://bit.ly/2vhSpVl 34 %

Dieser Beitrag wurde der Publikation "Forum Migration September 2017" entnommen.