Schutz für entsandte Beschäftigte

12-Stunden Schicht, 6 Tage die Woche und am Ende nicht den vereinbarten Lohn erhalten - das kennen zu viele entsandte Beschäftige. Nun gibt es neue Anläufe ihre Situation zu verbessern.

Vorschläge zur Reform der Entsenderichtlinie

Kommentar Terry Reintke, MEP Die Grünen

Foto ©-andrea-lehmkuhl / Fotolia

MdBs mit Migrationshintergrund

22,50 Prozent der Gesamtbevölkerung haben Migrationshintergrund. Aber wie sieht es aktuell im Bundestag aus? 

Mehr 


Foto: vege / Fotolia.com

Augsburg: ver.di kämpft gegen Abschiebung

Krankenpfleger werden dringend gesucht - trotzdem soll er afghanische Flüchtling Anwar Khan abgeschoben werden. Und dass, obwohl er Anfang Oktober mit seiner Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger beginnen wollte.

Der Fall

Foto: © sudok1 - Fotolia

G2 Gipfel: Recht auf menschenwürdige Arbeit

Sharan Burrow Generalsekretärin des Internationalen Gewerkschaftsbundes ITUC, war Teil des „Labour20“- Prozesses im Rahmen der deutschen G20- Präsidentschaft.

Ihre Bilanz

Foto: Indonesia_domestic_workers_ILO_A.Mirza

Neoliberales Programm mit sozialpopulistischem Mantel

Die Auseinandersetzung mit den Rechtspopulisten findet auch in den Betrieben statt.

Was können Gewerkschaften und Betriebsräte tun? 

Foto: © blende11photo / Fotolia

Wendepunkt

Nächstes Jahr wird zum ersten Mal ein umfassendes, globales Abkommen über die Migration entwickelt – der Global Compact on Migration der UN.

Guy Ryder, Generaldirektor der Internationalen Arbeitsorganisation ILO, erläutert in seinem Kommentar im Forum Migration, warum das zu einem Wendepunkt für die Zukunft der Migration werden kann.

Mehr

Foto: © elenabsl / Fotolia.com

Gnadenlos

In der EU wird das sogenannte Mobilitätspaket verhandelt. Die Stärkung des Sozialen  werde „gnadenlos der Liberalisierung des Binnenmarktes untergeordnet“, sagte DGB Vorstandsmitglied Stefan Körzell.

Was dahinter steckt? Hier mehr

Symbolfoto: © Brad Pict / Fotolia.com

Anerkennungs-News: Forum Migration 03-17

01.03.2017

Niedersachsen: Eine Million für Hochschulöffnung

Niedersachsen fördert sechs Projekte zur Öffnung der Hochschulen, ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Förderung von Menschen, die ihren Bildungsabschluss im Ausland erworben haben. Insgesamt rund eine Million Euro stehen dafür zur Verfügung. Unter den Projekten ist beispielsweise die „Vernetzung der Anerkennungsberatung für ein Hochschulstudium“ der Universität Hildesheim. Sie soll im Raum Leine-Weser Menschen mit im Ausland erworbenen akademischen Qualifikationen schneller und zielgerichteter zu einem in Deutschland anerkannten Hochschulabschluss führen.

http://bit.ly/2lTF4Kt

Belgischer Doktor: Nur im Original

Ein_e Akademiker_in, der bzw. die im Ausland studiert hat, muss in der Regel den originalen akademischen Titel führen und keine Eindeutschung. Das entschied das Verwaltungsgericht Mainz nun im Fall eines Mannes, der in Belgien Medizin studiert und den dortigen „Docteur en Medecine“ („Doktor der Medizin“) erhalten hatte. Er wollte diesen Titel in Deutschland abgekürzt zu „Doktor“ führen. Dies dürfe er nicht, entschieden die Richter und folgten damit der Landesärztekammer in Rheinland-Pfalz. Der Arzt kann nur den originalen belgischen Titel mit dem Zusatz „Univ. Brüssel“ führen um „vor Täuschung und Irreführung durch eine unkontrollierte Führung ausländischer Grade zu schützen“, so das Urteil.

http://bit.ly/2kMl1gJ

Anpassung: Lehrgänge in Ulm und Hamburg

Die Universität Hamburg und das Universitätsklinikum Ulm bieten Anpassungsqualifizierungen für Menschen mit ausländischen Berufsabschlüssen im Gesundheitsbereich an. Dabei sollen Qualifikationsunterschiede ausgeglichen werden, so dass die Teilnehmer_ innen in ihrem Beruf arbeiten dürfen. Um den Kurs am Universitätsklinikum Hamburg (UKE) belegen zu können, müssen die Interessent_innen das Anerkennungsverfahren bereits aufgenommen haben. Dabei legt das Amt für Gesundheit und Verbraucherschutz fest, welche Kenntnisse den Bewerber_ innen noch fehlen. Danach richten sich Inhalt, Dauer und Art der Qualifizierung, die Gesundheitsund Krankenpfleger_innen, Physiotherapeut_innen und Diätassistent_innen offensteht. Weitere Berufe sind in der Planung. Die Schule für Operationstechnische Assistenz (OTA) an der Ulmer Uni-Akademie für Gesundheitsberufe hat ein ähnliches Projekt gestartet. Gemeinsam mit Experten der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) wurde ein maßgeschneiderter Anpassungslehrgang für einen jungen Mann aufgelegt, der in der Türkei einen Bachelor in OP-Technik erworben hatte. Dieser besuchte an der OTA in Wiblingen über einen Zeitraum von zwölf Monaten jene Kurse, die ihm fehlten. Hinzukamen Praxisphasen in verschiedenen chirurgischen Fachbereichen und OP-Sälen. Der Assistent bekam in dieser Zeit die gleiche Vergütung wie alle anderen OTA-Auszubildenden im dritten Jahr: knapp 1300 Euro Brutto. Im November bestand er die Abschlussprüfung, heute arbeitet er in der Viszeralchirurgie. Die DKG lobte das Pilotprojekt. Die Akademie für Gesundheitsberufe habe wichtige Vorarbeit für ähnlich geartete Fälle geleistet, sagt Personalreferent Ralf Neiheiser der Südwest Presse. Es gebe derzeit mehr als 50 Anträge von Bewerbern aus so genannten Drittstaaten wie Tunesien, der Türkei oder dem Irak.

http://bit.ly/2lm6uvE

http://bit.ly/2ks7A9W

Zahnmedizin: Jeder zehnte Absolvent ohne Patient_innenkontakt

Zehn Prozent aller Zahnmedizin-Absolventen in der EU haben in ihrem Studium keinen Patientenkontakt gehabt. Das ergab eine Befragung von 23.300 Absolventen aus 26 EU-Staaten durch die European Dental Students Association (EDSA). Jeder dritte Student hatte in seinem Studium noch nie einen Zahn mit einer Krone versorgt, fast jeder zweite hat noch nie eine Wurzelbehandlung am Patienten durchgeführt und ein Drittel hat keine Erfahrungen mit medikamentösen Behandlungen. Trotz aller Mängel in der praktischen Ausbildung sind aber 75 Prozent der Abgänger überzeugt, die Hälfte der 34 abgefragten Behandlungen selbstständig durchführen zu können. Nach der EU-Berufsanerkennungsrichtlinie (2005/36/EG) sind Berufsabschlüsse grundsätzlich als gleichwertig anzuerkennen. Demnach müssen Studierende „mindestens 5.000 Stunden theoretische und praktische Ausbildung auf Vollzeitbasis“ absolvieren. Es ist aber nicht genau definiert, wie viele der 5.000 Stunden in die theoretische beziehungsweise praktische Ausbildung fließen sollen. „Das ist auf jeden Fall ein weiteres Argument für die Notwendigkeit einer klaren Regelung der Anerkennung von Abschlüssen aus dem Ausland,“ sagte Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer.

http://bit.ly/2llZA9z

Anerkennung: Rekord in Hessen

Im Jahr 2016 sind in Hessen insgesamt 1.580 Anträge auf Anerkennung ausländischer Ausbildungen in den Gesundheitsberufen beim Regierungspräsidium (RP) Darmstadt eingereicht worden. Noch 2011 waren es 511. Die überwiegende Zahl der Anträge (1.329) entfiel 2016 auf die Alten-, Gesundheitsund Krankenpflege. In diesem Bereich kamen knapp die Hälfte der Antragsteller_innen aus Serbien und Bosnien-Herzegowina. Zu den weiteren Herkunftsländern zählen unter anderen Rumänien, Polen, Ungarn, Philippinen, Spanien.

http://bit.ly/2kdrLVm  

Dieser Beitrag wurde der Publikation "Forum Migration März 2017" entnommen.