Neues Recht

Im April wurde der rechtliche Rahmen für Leiharbeit neu festgelegt. Wird jetzt alles besser?

Was die Branche wirklich benötigt, diskutieren Betriebsräte auf der Betriebsrätekonferenz im September: Mehr 


Foto: © magele-picture - Fotolia.com

Formell. Non-formal. Anders.

Ein wenig in der Freizeit am Auto rumgeschraubt und schon ausgebildeter KFZ-Mechatroniker_in? So einfach ist es nicht. Doch es gibt Wege informelle Qualifikationen anerkennen zu lassen.

Welche? Darüber diskutieren wir auf unserer Tagung

Symbolfoto: © Minerva Studio - Fotolia

Wendepunkt

Nächstes Jahr wird zum ersten Mal ein umfassendes, globales Abkommen über die Migration entwickelt – der Global Compact on Migration der UN.

Guy Ryder, Generaldirektor der Internationalen Arbeitsorganisation ILO, erläutert in seinem Kommentar im Forum Migration, warum das zu einem Wendepunkt für die Zukunft der Migration werden kann.

Mehr

Foto: © elenabsl / Fotolia.com

Gnadenlos

In der EU wird das sogenannte Mobilitätspaket verhandelt. Die Stärkung des Sozialen  werde „gnadenlos der Liberalisierung des Binnenmarktes untergeordnet“, sagte DGB Vorstandsmitglied Stefan Körzell.

Was dahinter steckt? Hier mehr

Symbolfoto: © Brad Pict / Fotolia.com

Einstellungssache

Sei können den Weg eines Kindes massiv beeinflussen: Lehrerinnen und Lehrer. Eine neue Studie brachte nun Überraschendes zu ihren Einstellungen zu Migrantinnen und Migranten zu Tage.

Zum Artikel

Foto: © Jasmin Merdan / Fotolia.com

Polizei noch nicht vielfältig: wenige Beschäftige mit Migrationshintergrund

01.03.2017

In den meisten Bundesländern werden weiterhin zu wenige Menschen mit Migrationshintergrund in den Polizeidienst eingestellt. Das ergab eine Erhebung des Mediendienstes Integration.

In Schleswig-Holstein etwa hatten 2016 lediglich 5,4 % der Bewerber_innen und 3,5 % der neu Eingestellten einen Migrationshintergrund. In der Landesbevölkerung sind es 13,2 %. In NRW hatte unter den neu Eingestellten immerhin jeder Neunte eine Migrationsgeschichte, im Vergleich zu jedem Vierten in der Bevölkerung. Lediglich in Sachsen, wo nur 5 % der Bevölkerung einen Migrationshintergrund haben, waren neu eingestellte Polizist_innen mit rund 9 % überrepräsentiert. Außer Bayern, Brandenburg und Thüringen haben allerdings alle Bundesländer Maßnahmen zur Anwerbung von Menschen mit Migrationshintergrund getroffen, etwa mehrsprachige Flyer oder Veranstaltungen in Schulen mit hohem Migrationsanteil.

In Hamburg sei die Zahl der Polizistinnen und Polizisten dadurch gestiegen. Von einer interkulturellen Öffnung könne jedoch nicht die Rede sein, sagt der Polizeiforscher Rafael Behr von der Akademie der Polizei Hamburg. „Einwanderer und ihre Nachkommen werden nur dann als gute Kollegen anerkannt, wenn sie die traditionellen Gepflogenheiten und das Selbstverständnis nicht infrage stellen.“ „Welche Wurzeln ein Bewerber für den Polizeidienst hat, spielt keine übergeordnete Rolle. Viel wichtiger ist, die entsprechende Qualifikation vorweisen zu können“, sagt dazu der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Oliver Malchow, Forum Migration. Die GdP sei seit Jahren bestrebt, die interkulturelle Kompetenz der Kolleg_innen zu fördern. „Die bisherige Entwicklung zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind, auch wenn die Resonanz noch viel größer sein könnte.“

Unterdessen wandte sich die GdP in Thüringen in ungewöhnlicher Schärfe gegen die AfD. „Wir schämen uns dafür, dass es ein demokratisch gewählter Abgeordneter des Thüringer Landtages ist, der ungestraft solche Reden hält“, erklärte die GdP mit Blick auf den thüringischen AfD-Vorsitzenden Björn Höcke. Für die GdP Thüringen sei nun „in Granit gemeißelt, es wird keinerlei Kontakt zwischen der GdP Thüringen und der AfD geben“.

Studie zu Vielfalt bei der Polizei: http://bit.ly/2lSSMgD

Stellungnahme der GdP Thüringen: http://bit.ly/2kUPCev

Dieser Beitrag wurde der Publikation "Forum Migration März 2017" entnommen.