Moralisches Unrecht

Ausbeutung bis hin zu sklavenähnlichen Verhältnissen - und das mitten in Europa. Was passiert, wenn die Betroffenen sich wehren: 

Forum Migration

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Als Betriebsrat aktiv

Die IG Metall hat sich angeschaut, wer in ihrer Gewerkschaft aktiv ist. Das Ergebnis war überraschend:  

Zum Ergebnis der Studie

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Monate der Ungewissheit

Die Zahl der Asylanträge von türkischen Staatsangehörigen steigt. Eine von ihnen ist die Generalsekretärin der türkischen Lehrergewerkschaft Egitim Sen, Sakine Yilmaz, die noch im Dezember letzten Jahres einen Gastbeitrag im Forum Migration schrieb.

Sie wartete Monate auf einen Entscheid. Nun liegt er vor.
Mehr im Forum Migration

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Vielfältige Teams in der vielfältigen Wirklichkeit

Iva Krtalic, Beauftragte für Integration und interkulturelle Vielfalt beim WDR, geht es darum, Heterogenität in der Belegschaft als Ressource zu verstehen. 

Ihr Kommentar im Forum Migration zur Vielfalt in der Medienlandschaft 

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Suchen Sie sich eine Stelle als Putzkraft

Erfahrene Bauingenieurin war Alla Evlakhova, als sie aus der Ostukraine nach Deutschland kam. Eine gesuchte Fachkraft mit besten Chancen. Oder?

Ihre Geschichte im Forum Migration  

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Wenn von Herkunft auf Täterschaft geschlossen wird

Mit Racial Profiling, also wenn Menschen allein aufgrund ihrer Herkunft kontrolliert werden, gefährden wir unsere Sicherheit, befürchtet  Dr. Andrea Kretschmann Kriminologin, Centre Marc Bloch, Humboldt-Universität Berlin. 

Ihr Kommentar im Forum Migration     

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Porträt Anerkennung - Matthias Roller, Bahingen: Aus Erbil nach Schwaben

01.01.2017

Die meisten Menschen, die derzeit aus dem Nordirak nach Deutschland kommen, sind Flüchtlinge. Die Iranerin Rozita Jahabin nicht.

Sie verließ die Stadt Erbil um im schwäbischen Balingen in ihrem Beruf zu arbeiten: Als Orthopädiemeisterin. Die junge Frau wollte sich hier beruflich weiter entwickeln. Im Juli letzten Jahres hatte sie den Unternehmer Matthias Roller beim 15. Kongress des Weltverbandes für Arthroskopie, Knie-Chirurgie und Orthopädische Sportmedizin in Lyon kennengelernt. „Sie meinte, sie würde sehr gern nach Deutschland kommen,“ sagt Roller. „Ich hab’ gesagt: Ja ja, das wollen immer viele.“ Aber Jahabin meinte es ernst. Sie schickte Roller ihr Zeugnis und ihren Lebenslauf, beglaubigt, wie Roller gebeten hatte. Er lud sie nach Balingen ein, um sein Unternehmen kennenzulernen, im November 2015, es waren die letzten Tage, die ihr Schengen-Visum noch gültig war. Jahabin hatte im Iran einen Universitätsabschluss in den Bereichen Prothesen und Orthopädie erworben, in Erbil arbeitete sie jahrelang beim Internationalen Komitee des Roten Kreuzes.

Nach den Tagen in Balingen war für beide klar: „Sie soll bei uns arbeiten“, sagt Roller. „Die Frau konnte was und wollte noch mehr lernen, das fand ich unterstützenswert.“ Jahabin reiste pünktlich zurück in den Irak, hätte sie die Gültigkeitsdauer des Visums überschritten, wäre eine erneute Einreise schwierig geworden. Roller half ihr, alle Unterlagen aus Erbil zusammenzustellen. Er schickte sie an ein spezialisiertes Übersetzungsbüro in Bielefeld, dann reichte er den Antrag der jungen Frau bei der Handwerkskammer in Reutlingen ein. Die Kammer schickte die Unterlagen zur Zentralstelle nach Köln, diese ließ sie noch einmal vom deutschen Konsulat in Erbil prüfen.

Das Ergebnis: Jahabins Kenntnisse sind denen eines deutschen Meisters teilweise gleichwertig. Nur die Teile zu Lehrlingspädagogik/Ausbildung und Betriebswirtschaft fehlten. So konnte sie zwar fachlich als Meisterin arbeiten, jedoch keine Lehrlinge ausbilden und sich nicht selbstständig machen. Roller vermittelte ihr daraufhin bei einem befreundeten Betrieb in Berlin eine Stelle zur Fortbildung: „Dort kann sie noch etwas dazu lernen, sie wird für den Deutschunterricht freigestellt. Am Ende kann sie den Meistertitel komplett anerkannt bekommen.” Wenn sie damit fertig ist, ist Jahabin wieder in Balingen willkommen. „Die Perspektive für mich ist ganz klar, dass sie bei uns arbeiten soll”, sagt Roller.

Dieser Beitrag wurde der Publikation "Forum Migration Januar 2017" entnommen.