Faire Kontrolle

Ein fairer europäischer Arbeitsmarkt braucht faire Kontrolle, fordert Dr. Norbert Cyrus
von der Europa-Universität Viadrina, Frankfurt (Oder) 

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arm gegen arm

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IQ Netzwerk und Bund ziehen Bilanz

01.07.2016

In den letzten vier Jahren hat das IQ Netzwerk über 70.000 Menschen zur Anerkennung ihrer ausländischen Berufsqualifikation beraten. Jetzt legt das Programm eine Auswertung vor.

Das Ergebnis: Unter den Klient_innen sind überdurchschnittlich viele Frauen (58,4 %), viele der Ratsuchenden wollen in Deutschland als Lehrer_in (10,7 %) oder Ingenieur_in (8,8 %) arbeiten. Unter den Flüchtlingen war sogar jede_r sechste (15,8 %) Ingenieur_in. Auch das Bundesbildungsministerium zog Bilanz.

Kaum jemand erkundigte sich schon aus dem Ausland über die Anerkennungsmodalitäten (5,2 %), so das IQ Netzwerk. Ein Großteil der Anfragenden (43,5 %) jedoch beginnt im ersten Jahr nach der Ankunft mit den Erkundigungen.

Insgesamt erschienen Menschen aus 176 Nationen in den Beratungsstellen. Über ein Drittel der anzuerkennenden Abschlüsse jedoch stammte aus nur vier Ländern: Polen, Syrien, Russland und der Ukraine. Ebenfalls über ein Drittel stammte aus einem Staat der EU-28. Die meisten der Ratsuchenden (88 %) wurden in eine Qualifizierungsmaßnahme vermittelt.

Die Gleichwertigkeitsprüfung durch die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen endete in der Hälfte (49,6 %) aller Fälle mit der Auflage einer Ausgleichsmaßnahme. Dabei handelt es sich um Prüfungen oder Lehrgänge, die die Antragsteller_innen absolvieren müssen, um in ihrem in Deutschland reglementierten Beruf arbeiten zu dürfen. Jede fünfte Gleichwertigkeitsprüfung endete mit der Anerkennung der vollen Gleichwertigkeit, ohne weitere Maßnahmen. Etwa ein Viertel bekam einen Bescheid über die teilweise Gleichwertigkeit für einen nicht reglementierten deutschen Referenzberuf. 8,6 % der Ratsuchenden gaben an, dass ihr Antrag abgelehnt wurde.

Auch die Bundesregierung legte derweil einen Bericht zum Anerkennungsgesetz 2016 vor. Seit Einführung des Rechtsanspruchs auf ein Anerkennungsverfahren vor vier Jahren ist demnach die Zahl der Anträge deutlich gewachsen. Zwischen 2012 und 2014 wurden mehr als 44.000 Anträge auf Berufsanerkennung allein für bundesrechtlich geregelte Berufe gestellt, davon gut 17.600 Anträge im Jahr 2014. „Die Anerkennung der Berufe ist immer noch zu stark auf wenige Berufe begrenzt“, sagt dazu Daniel Weber vom DGB Bildungswerk. Es seien weiterhin „große Anstrengungen nötig, um auch die klassischen Handwerks- und IHKAusbildungsberufe in Anerkennungsverfahren zu bringen.“

Daten zur Anerkennungsberatung:
http://bit.ly/28KDOHT

Bericht der Bundesregierung:
http://bit.ly/28Kd7yk  

Dieser Beitrag wurde der Publikation "Forum Migration Juli 2016" entnommen.