Moralisches Unrecht

Ausbeutung bis hin zu sklavenähnlichen Verhältnissen - und das mitten in Europa. Was passiert, wenn die Betroffenen sich wehren: 

Forum Migration

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Als Betriebsrat aktiv

Die IG Metall hat sich angeschaut, wer in ihrer Gewerkschaft aktiv ist. Das Ergebnis war überraschend:  

Zum Ergebnis der Studie

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Monate der Ungewissheit

Die Zahl der Asylanträge von türkischen Staatsangehörigen steigt. Eine von ihnen ist die Generalsekretärin der türkischen Lehrergewerkschaft Egitim Sen, Sakine Yilmaz, die noch im Dezember letzten Jahres einen Gastbeitrag im Forum Migration schrieb.

Sie wartete Monate auf einen Entscheid. Nun liegt er vor.
Mehr im Forum Migration

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Vielfältige Teams in der vielfältigen Wirklichkeit

Iva Krtalic, Beauftragte für Integration und interkulturelle Vielfalt beim WDR, geht es darum, Heterogenität in der Belegschaft als Ressource zu verstehen. 

Ihr Kommentar im Forum Migration zur Vielfalt in der Medienlandschaft 

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Suchen Sie sich eine Stelle als Putzkraft

Erfahrene Bauingenieurin war Alla Evlakhova, als sie aus der Ostukraine nach Deutschland kam. Eine gesuchte Fachkraft mit besten Chancen. Oder?

Ihre Geschichte im Forum Migration  

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Wenn von Herkunft auf Täterschaft geschlossen wird

Mit Racial Profiling, also wenn Menschen allein aufgrund ihrer Herkunft kontrolliert werden, gefährden wir unsere Sicherheit, befürchtet  Dr. Andrea Kretschmann Kriminologin, Centre Marc Bloch, Humboldt-Universität Berlin. 

Ihr Kommentar im Forum Migration     

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Porträt Anerkennung: Mohamad Reza Ahmadiniks - Nicht bis 35 warten

01.06.2017

Mohamad Reza Ahmadiniks Rechnung ist einfach: 12 Jahre Schule, vier Jahre Universität, sieben Jahre Berufserfahrung als Bauingenieur – das muss reichen. „Ich kann und will arbeiten“, sagt der 31-jährige anerkannte Flüchtling aus Isfahan in Zentraliran. 

Doch so einfach ist es für ihn nicht. 2015 musste Ahmadiniks seine Heimat verlassen. Über die Türkei, die Ägäis, Griechenland und Österreich kam er nach Deutschland. Am 2. Oktober 2015 erreichte er als Asylsuchender die Bundesrepublik, wurde nach Bremen verteilt. Im Januar 2017 wurde Ahmadiniks als politischer Flüchtling nach Artikel 16a anerkannt – der volle Flüchtlingsstatus.

An der Universität von Isfahan hat Ahmadiniks Bauingenieur studiert, sein Abschluss sei dem eines deutschen Bachelors vergleichbar, sagt er. Sein Vater war zunächst Maurer, später bildete er sich zum Architekten fort. Als Ahmadiniks 2009 die Universität abschloss, arbeitete er mit seinem Vater. „Gemeinsam haben wir Häuser gebaut, das will ich hier auch tun.”

Ahmadiniks hatte Glück und konnte bald aus dem Flüchtlingsheim in eine Wohnung ziehen. Zunächst besuchte er einen Integrationskurs, dann wurde er auf das Projekt „In Touch“ aufmerksam. Das Pilotprojekt der Bremer Hochschule für geflüchtete Akademiker_ innen soll diesen ermöglichen, mit der akademischen Welt wieder in Kontakt zu kommen und die Besonderheiten des deutschen Bildungswesens kennen zu lernen. Unabhängig vom Aufenthaltsstatus können die Teilnehmer_innen Uni-Ressourcen nutzen, ohne eingeschrieben zu sein. Ahmadiniks bekam dort eine „Tutorin“ genannte Patin und durfte an einem speziellen Deutschkurs mit geflüchteten Akademiker_innen teilnehmen. Sie alle bereiteten sich darauf vor, in Deutschland erneut zu studieren. „Dazu müssen wir bis C1 Deutsch lernen“, sagt er. Mindestens sieben Monate werde dies noch dauern.

Sein iranisches Diplom hat er von der Arbeitnehmerkammer und dem Bremer Jobcenter begutachten lassen. Letzteres bezahlte die beglaubigte Übersetzung, erstere wird dieses zur Anerkennung bei der Hochschule Bremen einreichen. Ahmadiniks geht davon aus, dass sein Bachelor als gleichwertig anerkannt wird und er 2018 ein Masterstudium aufnehmen kann. Ein Freund mit demselben Abschluss wie er hat kürzlich den entsprechenden Bescheid bekommen. Am liebsten will Ahmadiniks dann aber sofort arbeiten. „Ich habe ja schon so lange studiert und der Master dauert noch einmal drei Jahre, dann bin ich 35“, sagt Ahmadiniks. „Vielleicht finde ich ja auch eine Stelle mit meinem Bachelor, wenn ich erstmal gut genug Deutsch spreche.“

Dieser Beitrag wurde der Publikation "Forum Migration Juni 2017" entnommen.